Fallvorstellung im Klinikum Christophsbad Göppingen

Am Mittwoch, 20. Februar 2019 fand für die Ärzte, Psychologen und Therapeuten des Klinikum Christophsbad in Göppingen eine Informationsveranstaltung über das Kleine-Levin-Syndrom statt.

Auf Einladung des Chefarztes der Kinder- & Jugendpsychiatrie, Dr. med. Markus Löble, kamen knapp 100 Mitarbeiter der Klinik aus den verschiedenen Klinken des Christophsbads (Psychiatrie- & Psychotherapie, Gerontopsychiatrie, Psychosomatische Medizin & Fachpsychotherapie, Kinder- & Jugendpsychiatrie, Neurologie, Neurophysiologie & Schlafmedizin) um ihm und Constantin Munz aufmerksam zuzuhören. 

Ziel der Veranstaltung war es, die Kolleginnen und Kollegen für seltene Krankheiten im Allgemeinen zu sensibilisieren, sowie das Krankheitsbild des KLS im Besonderen vorzustellen. Aufgrund der Seltenheit und damit Unbekanntheit mancher Krankheitsbilder, wurde dazu ermutigt zukünftig evtl. neue Differentialdiagnosen, auch aus medizinischen Disziplinen welche scheinbar schon gecheckt wurden (hier Neurologie) in Erwägung zu ziehen.

Munz hatte im Jahr 2013 aufgrund der damals zunächst noch unbekannten Diagnose medizinische Hilfe in Göppingen gesucht. Obwohl ihm zunächst nicht geholfen werden, konnte blieb der Kontakt zur Klinik bestehen. Nun folgte die Fallvorstellung, damit zukünftig diese seltene Schlafkrankheit in der Klinik bekannt ist.

Nachdem Dr. Löble die klinische Situation (Anamnese) von Constantin Munz aus 2012/13 vorgestellt hatte, wurde der ZDF-Beitrag vom vergangenen Jahr gezeigt, um an das Thema des Tages hinzuführen. Anschließend präsentierte Munz die nachfolgenden Stationen und Schritte bis zur richtigen Diagnose und stellte den KLS Kleine-Levin-Syndrom Netzwerk e.V. vor. Mit großem Interesse und Begeisterung verfolgten die Klinik-Mitarbeiter diesen Vortrag. Nach dieser besonderen Art der Vorstellung, durch einen Betroffenen, wurde noch rege diskutiert. Eine erstaunliche Erkenntnis war, dass 3 Kollegen und Kolleginnen vermuteten in der Vergangenheit möglicherweise bereits Patienten mit unerkanntem Kleine-Levin-Syndrom betreut zu haben. Alle waren selbstkritisch der Meinung, dass sie das damalige Krankheitsbild nicht richtig einordnen konnten und deshalb auch nicht das Gefühl hatten, helfen zu können.

Wir sind sehr glücklich, dass wir die Chance hatten das Kleine-Levin-Syndrom vor so einem engagierten Publikum bekannter zu machen und hoffen, dass mögliche Betroffene in Zukunft richtig diagnostiziert werden. 

Außerdem möchten wir uns herzlich dafür bedanken, dass Dr. Löble uns nach Göppingen eingeladen hat und damit wesentlich geholfen hat die Bekanntheit des KLS zu erhöhen.

„…das war eine wirklich beeindruckende Fallvorstellung. Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man einen Betroffenen mit einer so seltenen Erkrankung, von der man sonst nur liest, real erleben zu können. Herzlichen Dank, dass Sie uns diese Gelegenheit geboten haben und viele Grüße“ – Eine Mitarbeiterin im Klinikum Christophsbad

Zur Homepage der Klinikum Christophsbad geht es hier.

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